Um den Erfolg der Instandsetzungsmaßnahmen zu dokumentieren, wird die Entwicklung der Lebensräume im Rahmen der naturschutzfachlichen Erfolgskontrolle wissenschaftlich begleitet. Unterstützung dabei gab es von der Hochschule Anhalt. Eine Studentin des Studiengangs Naturschutz und Landschaftsplanung begann als Masterarbeit mit der Ausarbeitung eines Konzepts zur naturschutzfachlichen Erfolgskontrolle der Projektflächen.

Vor Beginn der Instandsetzungsmaßnahmen musste der aktuelle Zustand der Flächen erfasst werden. Dazu wurden Daten z. B. zu den vorkommenden Pflanzenarten, zur Deckung der Gehölze und zu den Beeinträchtigungen (z. B. Grad der Verbuschung) aufgenommen. In der folgenden Vegetationsperiode wurden diese Parameter wieder erfasst, um die Entwicklung der Lebensräume zu dokumentieren. Für alle Projektflächen sind floristische Daten von vor und nach der Instandsetzung abrufbar.

Lydia Gudat nimmt den Zustand der Projektfläche „unter die Lupe“.Während einer Exkursion erklärt Lydia Gudat das Ampelsystem.

Besonderer Wert wurde auf eine verständliche Darstellung der Ergebnisse der Instandsetzungsmaßnahmen gelegt. Dafür wurde von der Projektmitarbeiterin Lydia Gudat ein Ampelsystem entwickelt. In den Ampeln werden jeweils die Struktur des Lebensraums (= Habitatstruktur), die Anzahl der für den Lebensraum charakteristischen Pflanzenarten (= Arteninventar) und die Beeinträchtigung des Lebensraums z. B. durch Verbuschung mit Rot (mittel bis schlecht), Gelb (gut) oder Grün (hervorragend) angegeben. Im umrandenden Kasten ist der Gesamt-Zustand des FFH-Lebensraumtyps, der sich durch Kombination von Habitatstruktur, Arteninventar und Beeinträchtigung ergibt, entsprechend farblich gekennzeichnet.

Ampelsystem

Durch Gegenüberstellung der Ampeln vor der Instandsetzungsmaßnahme mit den Ampeln aus den Jahren danach kann die Entwicklung der Lebensräume und damit der Erfolg oder Misserfolg der Maßnahme dargestellt werden. Ein anhaltender Erfolg kann sich nur einstellen, wenn die Flächen zukünftig extensiv genutzt werden.

Signet Netzwerk NATURA 2000, Sachsen-Anhalt und Europäische Kommission