Biosphärenreservate sind eine internationale Schutzkategorie der UNESCO. Weltweit existieren aktuell 631 anerkannte Biosphärenreservate in 119 Ländern (Stand Juni 2014), davon 15 in Deutschland. Das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz würde nach Anerkennung durch die UNESCO das 16. dieser internationalen Großschutzgebiete in Deutschland sein. 

Biosphärenreservate in Deutschland sind rahmenrechtlich durch § 25 Bundesnaturschutzgesetz definiert. Die Bundesländer sind für die Ausweisung und Umsetzung zuständig. Mit einer Allgemeinverfügung (veröffentlicht im Ministerialblatt MBl. LSA Nr. 11 vom 23.03.2009) wurde die Karstlandschaft Südharz am 23.02.2009 nach Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und zahlreicher Informationsveranstaltungen zum Biosphärenreservat nach Landesrecht erklärt.

Um von der UNESCO anerkannt zu werden, muss ein Biosphärenreservat bestimmte Bedingungen erfüllen. Diese sind als „Kriterien für die Anerkennung und Überprüfung von Biosphärenreservaten der UNESCO in Deutschland“ in einer Broschüre zusammengefasst (http://www.unesco.de). 

Die Besonderheiten der Südharzer Natur- und Kulturlandschaft wurden schon früh erkannt. Ein Naturschutzgebiet im Raum Questenberg gibt es seit 1927, seit 1968 wird der Südharz als Landschaftsschutzgebiet geschützt. Seit 2003 ist er Bestandteil des Naturparks Harz. Und seit 2007 gehören einige Teile zum europäischen Schutzgebietssystem NATURA 2000. In den Verordnungen dieser Schutzgebiete wird seither geregelt, was erlaubt und verboten ist.

Die Region um Questenberg steht bereits seit 1927 unter Naturschutz.Die Dinsterbachschwinde bei QuestenbergBlick auf Questenberg, im Vordergrund ein für die Region typischer Gipsfelsen.Der Roland in Questenberg ist ein einzigartiges historisches Zeugnis.

Die Allgemeinverfügung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz gibt vor, sich an die Verordnungen der bestehenden Schutzgebiete zu halten.